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Jahrestagung zum 30. Jubiläum des europäischen Dachverbands der pharmazeutischen Industrie

Rückblick auf erfolgreiche Arbeit und erste Bilanz des AIMS-Programms des EFPIA

Unter den zahlreichen Erfolgen aus der Geschichte des Verbands seit 1978 – dem Jahr, in dem das künstliche Insulin entdeckt wurde – stellte Arthur Higgins, EFPIA-Präsident und Vorstandsvorsitzender der Bayer Healthcare AG in seiner Rede zum 30. Jubiläum des Verbands einige historische Meilensteine besonders heraus. Zu den größten Erfolgen des europäischen Dachverbands der pharmazeutischen Industrie (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations, EFPIA) zählen unter anderem die Unterstützung bei der Gründung der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMEA), die Vereinheitlichung der Regelungen zur Datenexklusivität, die Mitwirkung bei den EU-Verordnungen über Kinderarzneimittel bzw. über neuartige medizinische Therapieprodukte, sowie die Verordnung über Arzneimittel zur Behandlung seltener Krankheiten.

Innovative Medicines Initiative: Aufschwung durch Forschungsförderung

Die Teilnehmer der EFPIA-Jahrestagung zogen auch Bilanz über die Fortschritte des AIMS-Programms, das die Schwerpunkte der Verbandsarbeit definiert und das zum Amtsantritt des EFPIA-Präsidenten Higgins im Jahr 2007 ins Leben gerufen wurde. Die kürzlich gestartete „Innovative Medicines Initiative“, die aus dem Arbeitsbereich Innovation hervorgegangen ist, ist die erste von Pharmaindustrie und EU-Kommission gemeinsam gestaltete Partnerschaft. Die Initiative, für die ein Gesamtbudget von zwei Milliarden Euro zur Verfügung steht, hebt auf die Hindernisse in Wirkstofffindung und Arzneimittelentwicklung ab und will innovative Arzneimittelforschung in Europa fördern. Das Großprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufschwung der europäischen Pharmabranche, die ihre Führung als Apotheke der Welt zurückgewinnen will.

Fortschritte bei Patienteninformation und im Kampf gegen Arzneimittelfälschungen

Im vergangenen Jahr waren insbesondere bei den Themen Patienteninformation und Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen bedeutende Fortschritte zu verzeichnen. Der Bericht der Europäischen Kommission über Verfahren zur Patienteninformation befürwortet die Liberalisierung der Rahmenbedingungen für Gesundheitsinformationen und empfiehlt im Einzelfall das Bereitstellen objektiver und nicht-werblicher Patienteninformationen für verschreibungspflichtige Medikamente durch die Industrie. Die Industrie kann sich besonders in diesem Punkt als kompetenter und verlässlicher Partner zeigen. Außerdem befähigt ein verbesserter Zugang zu Gesundheits- und Arzneimittelinformationen die Bürger dazu, eine aktivere Rolle in Bezug auf die eigene Gesundheit einzunehmen.

Im Arbeitsgebiet Sicherheit des AIMS-Programms wurden bei der Rückverfolgbarkeit von Arzneimittelprodukten gute Ergebnisse erzielt. Unter den Maßnahmen zur Produktintegrität sieht ein Konsultationspapier der Europäischen Kommission unter anderem ein Verbot von Neuverpackungen vor, um die Gesundheit und Sicherheit der Patienten besser zu schützen. Zudem startete der Verband eine Kampagne zur Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen, um das öffentliche Bewusstsein hinsichtlich der Risiken gefälschter Produkte zu schärfen. Sowohl die EU-Kommission als auch die französische EU-Ratspräsidentschaft räumen der Bekämpfung von Arzneimittelfälschungen hohe Priorität ein.

Auszeichnung für Bayer-Forscher

Als Beleg dafür, wie wichtig Partnerschaften für die Zukunft der Branche sind, ehrte der Verband 30 Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen aus ganz Europa, die auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken bzw. derzeit an viel versprechenden neuen Projekten arbeiten. Unter den ausgezeichneten Wissenschaftlern ist auch Dr. Johannes-Peter Stasch von Bayer Healthcare, der einen Preis für seine Leistungen in der Grundlagenforschung im Bereich Kardiologie erhält.

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Foto: Arthur J. Higgins, Vorstandsvorsitzender der Bayer HealthCare AG
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