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Jahrestagung 2009 der forschenden Pharmaindustrie in Europa (EFPIA) in Sevilla, 13. - 15. Mai

Higgins: „Investitionen in die Gesundheitsversorgung und eine starke Pharmabranche sind ein Rezept für wirtschaftliche Erholung“



Die EFPIA, die Vertretung der Pharmaindustrie, rief Regierungen und Entscheidungsträger in ganz Europa dazu auf, die Finanzkrise als echte Chance zu nutzen, um die Gesundheitssysteme fit für das 21. Jahrhundert zu machen, und nicht als Vorwand für die weitere Kürzung von Ausgaben für Gesundheit und Arzneimittel.

Auf der Jahresversammlung 2009 der EFPIA in Sevilla sagte Arthur J. Higgins, Vorstandsvorsitzender von Bayer HealthCare und Präsident der EFPIA: „Bei schrumpfender Wirtschaft, steigender Arbeitslosigkeit und wachsenden Staatsschulden besteht ein echtes Risiko, dass die Ressourcen für Gesundheit und Innovationen in Mitleidenschaft gezogen werden.“

Ferner ergänzte er: „Die Folgen eines derartigen Kurzfristdenkens auf die Gesundheit und den Wohlstand der Bürger Europas werden noch lange nach dem Ende der aktuellen Rezession zu spüren sein.“

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Higgins benennt Voraussetzungen für nachhaltige Gesundheitssysteme

Higgins schlug einen Fünf-Punkte-Rahmen vor, der die Schaffung moderner und nachhaltiger Gesundheitssysteme in Europa erleichtern würde. Er erläuterte:

„Wir müssen 1. viel effizienter darin werden, wie wir die Gesundheitsversorgung finanzieren und gewährleisten. Wir brauchen 2. bessere regulatorische und politische Rahmenbedingungen und 3. einen innovationsfreundlichen Markt. 4. benötigen wir einen neuen ganzheitlichen Ansatz für die Vorbeugung und Bekämpfung von Krankheiten. Und wir brauchen 5. mündige Patienten, die für ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen zunehmend selbst Verantwortung übernehmen.“

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EFPIA sieht Pharmafirmen als Stütze der Wettbewerbsfähigkeit Europas

Die Prognosen für den weltweiten Gesundheitsmarkt haben sich gegenüber den erst vor wenigen Monaten veröffentlichten Daten spürbar verschlechtert. Durch den schweren Konjunktureinbruch geraten die öffentlichen Haushalte unter enormen Druck. Nach Auffassung der EFPIA kann das den Zugang der Patienten zu neuen Medikamenten ebenso beeinträchtigen wie die Wettbewerbsfähigkeit der Pharmaindustrie und ihr Vermögen, künftige Forschungen zu finanzieren.

Gerade in diesen Zeiten sollte sich Europa zur Erhöhung seiner Wettbewerbsfähigkeit leistungsfähige und zukunftsorientierte Unternehmen wie beispielsweise die forschenden Pharmafirmen stützen. Eine gesunde Bevölkerung ist der Grundstein für eine florierende Wirtschaft, und Investitionen in die Gesundheit und einen starken Pharmasektor könnten Europa helfen, wieder aus dem Konjunkturtal herauszukommen.

3,5% der Produktion in Europa werden von der forschenden Pharmaindustrie erwirtschaftet. Sie bringt 19 % der gesamten privatwirtschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen auf und steht für einen erheblichen Handelsbilanzüberschuss. Sie zählt fast 635.000 Beschäftigte und sichert noch einmal 2,5 Millionen indirekt von ihr abhängige Arbeitsplätze. Damit ist die Branche ein wichtiger Treiber für Innovation und Wachstum in Europa.

Arthur Higgins betonte daher in seiner Rede: „Wir brauchen kein Denken, das nur den kurzfristigen Erfolg im Blick hat, sondern eine kühne, kreative Einstellung, die Gesundheit und Wirtschaft in enger Verzahnung sieht und davon überzeugt ist, dass wir mit den Investitionen in Gesundheit und eine starke Pharmaindustrie in die zukünftige Gesundheit und den Wohlstand der Bürger in Europa investieren.“

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Foto: Arthur Higgins
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