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Gans gesund

Weihnachten naht, und damit die Zeit lukullischer Hochgenüsse. Ob Festtagsbraten oder Weihnachtsgans – auf eines können sich Verbraucher heute mehr denn je verlassen: auf die Qualität der Lebensmittel. Dazu leisten auch die Hersteller von Tierarzneimitteln einen großen Beitrag. Sie reagieren auf die stetig wachsenden Ansprüche der Verbraucher, in dem sie die eigenen Anstrengungen ständig überprüfen und optimieren.

„Die Industrie muss sicherstellen, dass die von ihr entwickelten Wirkstoffe Tierkrankheiten effizient bekämpfen und gleichzeitig alle Anforderungen der Verbrauchersicherheit erfüllen. Dafür ist letztlich eine aufwendige Arzneimittel-Forschung notwendig, die immer wieder Verbesserungen hervorbringt“, sagt der Leiter Klinische Forschung & Entwicklung in der Division Animal Health bei Bayer HealthCare, Professor Norbert Schmeer.

Hohe Entwicklungskosten

Die Anforderungen an die Entwicklung und Marktzulassung eines Tierarzneimittels sind vor allem bei Nutztierpräparaten vergleichbar mit denen in der Humanmedizin. Die Entwicklungszeit bis zum fertigen Präparat kann hier bis zu zehn Jahre betragen. Arzneimittel für Hobbytiere können in kürzerer Zeit entwickelt werden.

Der Unterschied hat vor allem damit zu tun, dass gerade an Nutztierpräparate besondere Anforderungen hinsichtlich möglicher Rückstände in Lebensmitteln gestellt werden. „Es gibt für bestimmte Wirkstoffe und ihre Zerfallsprodukte, die sogenannten Metaboliten, klare Höchstmengen. Diese dürfen später weder im Fleisch noch in der Milch oder im Ei überschritten werden. Das müssen wir bereits bei der Produktentwicklung beachten“, sagt Schmeer.

Die Entwicklung eines neuen Medikaments ist deshalb sehr kostspielig. Die Kosten belaufen sich auf bis zu 60 Millionen Euro. Die Folge: Immer seltener werden neue Veterinärmedikamente entdeckt und zur Marktreife gebracht. Schmeer: „Dabei sind Tierarzneimittel unverzichtbar. Denn nach wie vor treten bei Nutztieren besonders häufig parasitäre Erkrankungen und Infektionskrankheiten auf.“ Bayer HealthCare investiert jedes Jahr rund zehn Prozent seines Umsatzes in die Tierarzneimittel-Forschung.

Leitlinien für eine sachgemäße Anwendung

Weit verbreitet sind etwa Atemwegserkrankungen bei Rindern. Bayer HealthCare hat zur Therapie ein höchst wirksames Antibiotikum entwickelt, das die entsprechenden Keime schnell beseitigt. Wichtig ist jedoch ein gezielter und kontrollierter Einsatz, da die Vermeidung von Resistenzen bei Tier und Mensch höchste Priorität besitzt. Zur Sicherung der Wirksamkeit und Vermeidung solcher Folgen hat Bayer HealthCare eigene Leitlinien herausgebracht, die eine sachgemäße Anwendung der verschreibungspflichtigen Antibiotika gewährleisten sollen.

Der gezielte Einsatz von Medikamenten ist auch bei Durchfallerkrankungen, die praktisch alle Nutztiere befallen können, wichtig. Darüber hinaus ist es heute auch möglich, mit dem von Bayer HealthCare entwickelten Baycox® unmittelbar gegen Darmparasiten (Kokzidien) vorzugehen, die diese Krankheit auslösen.

Die Bedeutung des Verbraucherschutzes zeigt sich in besonderem Maße am Beispiel der Roten Vogelmilbe, eines gefürchteten Parasiten in Geflügelställen. Sie sucht ihre Wirtstiere nachts heim, um Blut zu saugen. Der Parasit löst bei Hühnern einen extremen Juckreiz aus. Die Legehennen sind deshalb nicht nur ständig unruhig, stark befallene Tiere leiden vor allem an Blutarmut und können sogar daran sterben. Die Therapie muss die Tiere von den Milben befreien, ohne dass die Eier mit bedenklichen Rückständen belastet werden. Dazu hat Bayer HealthCare jetzt ein Präparat entwickelt, das auch im belegten Hühnerstall angewendet werden kann.

Zulassung nur mit Rückstandsnachweis

Von den Behörden wird ein Medikament nur dann zugelassen, wenn der Hersteller auch ein Rückstandsnachweisverfahren in Lebensmitteln wie Milch, Fleisch und Eiern vorlegen kann. Gleichzeitig wird eine maximale Rückstandsmenge festgelegt, die nicht überschritten werden darf. Genau geregelt ist auch die Frist zwischen der letzten Verabreichung eines Medikaments bis zur frühestmöglichen Schlachtung eines Tieres oder bis zum „Inverkehrbringen“ der Lebensmittel. Damit die Gans auch wirklich gut schmeckt.

Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Ihr Tier das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Tierarzt.

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Foto: Gänse
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Ausführliche Informationen zur Division Animal Health finden Sie hier:


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