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Durchblutungsstörungen

Wenn das Blut in den Adern stockt

Am Anfang fällt nur das Gehen schwer, am Ende drohen Beinamputation und sogar der Tod. Knapp fünf Prozent aller Männer und Frauen im Alter zwischen 44 und 74 Jahren leiden an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit – viele von ihnen, ohne es zu wissen. Fatal, denn nur die frühzeitige Behandlung kann den dramatischen Verlauf stoppen.

Unterschätzt und übersehen

Mit dem Älterwerden kommen die Zipperlein. Ganz normal, damit muss man im Alter halt leben. Oft sind Überzeugungen wie diese schuld, wenn Patienten die ersten Symptome der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) herunterspielen – oder einfach nicht beachten.

„Schaufenster-Krankheit“

Dabei sind bereits die ersten spürbaren Anzeichen der Krankheit höchst unangenehm. Beine, Waden und Gesäß beginnen zu schmerzen. Irgendwann wird längeres Gehen zur Qual. Die Betroffenen müssen häufig stehen bleiben – und geben vor, die Auslagen der Geschäfte anzuschauen. Im Volksmund heißt die Erkrankung daher auch „Schaufenster-Krankheit“.

Verengte Gefäße – mangelhafte Blutversorgung

Schuld ist eine schlechte Durchblutung, hinter der eine fortgeschrittene Arterienverkalkung steht. Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit verhindern Verengungen oder Verschlüsse in den Arterien der Extremitäten, vor allem der Beine, dass der Lebenssaft optimal zirkulieren kann. In diesen schlecht versorgten „peripheren“ (medizinisch: direkt an den Rumpf anschließenden) Körperteilen stellen sich Schmerzen ein. Zu den typischen Risikofaktoren der pAVK zählen das Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und auch Diabetes.

Drohende Beinamputation

In einem späteren Stadium kommt es zu Geschwüren und sogar zum Absterben des zu wenig durchbluteten Gewebes. In vielen Fällen droht eine Beinamputation. Alleine in Deutschland gehen geschätzte 35.000 Amputationen pro Jahr auf die periphere arterielle Verschlusskrankheit zurück. Viele davon könnten durch frühzeitige Diagnose und Therapie vermieden werden.

Verhindert werden könnte gar noch mehr: Denn häufig deutet eine pAVK auf Gefäßprobleme auch in anderen Körperteilen hin. Und in der Tat sterben Patienten mit pAVK im Schnitt zehn Jahre früher als gesunde, häufig an Herzinfarkt.

Nur ein Drittel der Betroffenen geht zum Arzt

Besonders problematisch: Selbst wenn keine Symptome auftreten, kann die Krankheit bereits fortgeschritten sein. Sie gilt nicht zuletzt deshalb als massiv unterdiagnostiziert: „Wir kennen nur ein Drittel der Patienten, die eine pAVK haben, und bekommen somit in Klinik und Praxis nur die Spitze des Eisbergs zu sehen“, zitierte die deutsche Ärztezeitung im Oktober 2007 einen Experten. Eine bessere hausärztliche Diagnostik wäre daher wünschenswert. Umso mehr, als Studien ergeben haben, dass Betroffene ohne Schmerzen ein ebenso hohes Sterberisiko aufweisen wie solche mit Symptomen.

Frühdiagnose möglich

Die gute Nachricht: Auch bei fehlenden Symptomen ist der Hausarzt in der Lage, eine pAVK sicher zu diagnostizieren. Hierzu kann er eine sogenannte ABI-Messung (Knöchel-Arm-Index) durchführen. Diese bringt Verengungen der Beinarterien an den Tag, noch ehe überhaupt Beschwerden auftreten.

Medikamente helfen

Ist die Krankheit bereits im Gange, so können Spezialpräparate helfen. Ein solches bietet Bayer Schering Pharma in einzelnen europäischen Ländern an. Das intravenös verabreichte Präparat verbessert die Mikrozirkulation in den von der Erkrankung betroffenen Gefäßen. Gleichzeitig ist es darauf gerichtet, die Schmerzen, die mit Durchblutungsstörungen zusammenhängen, zu reduzieren und die Heilung von Geschwüren zu verbessern. Für die Betroffenen kann dies zu einer erheblichen Verbesserung ihrer Lebensqualität führen.

Hinweis für Patienten
Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.

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